Skip to main content

Pizzateig Rezepte: einfach, mit Hefe und ohne Hefe

 

Das Besondere an einer selbst gemachten Pizza und dem Pizzateig ist, dass der Boden nach individuellem Geschmack hergestellt und belegt werden kann. Die Grundlage einer wirklich guten Pizza ist ein gelungener Boden.

 

Die Italiener verwenden für das Nationalgericht vor allem bestes Pizzamehl und einheimisches Olivenöl. Das feine Olivenöl verleiht ihm den unverwechselbaren südländischen Geschmack und die einzigartige Geschmeidigkeit. Bei der Herstellung des aromatischen Bodens steht ein einfacher Teig, einen mit Hefe oder einen ohne Hefe zur Auswahl.

 

Pizzateig gelingt mit verschiedenen Mehlsorten. Bevorzugte Sorten bestehen aus dem Weizenmehl Type 550 und aus der Mischung aus Type 405 und Type 1050. Die Italiener schwören auf ein spezielles Pizzamehl vom Typ 00. Doch auch Dinkelmehl und Vollkornmehl sind zunehmend beliebt. Zum Backen ist ein kleiner Pizzaofen ideal aber kein Muss. Wichtig ist, dass die Temperatur hoch, die Pizza nicht zu lange im Ofenund dennoch schön knusprig backt.

 

Neben den Zutaten für die jeweilige Sorte des Teiges und dem Belag gehören etwas Mehl, ein Backblech, etwas Fett oder eine Lage Backpapier als Unterlage für das Backblech und natürlich ein Backofen dazu.

 

Pizzateig einfachpizzateig

 

Ein schmackhafter und einfacher Pizzateig gelingt schon mit wenigen Zutaten und einem geringen Arbeitsaufwand. Er ist in ungefähr 15 Minuten fertiggestellt und zum Belegen und backen bereit. Die wenigen Zutaten bestehen aus Mehl, Wasser, Olivenöl und Salz.

 

Bei dem Rezept ist kein Treibmittel wie Hefe oder Backpulver vorgesehen und somit auch für Menschen mit Allergien geeignet. Der Teig sollte ähnlich dem Flammkuchen gleichmäßig dünn ausgerollt werden und knusprig backen, dann schmeckt er am besten. Ratsam ist es, dass die Belegzutaten nicht zu schwer und zu viele sind. Ansonsten könnte der zarte Boden reißen oder durchnässen.

 

Die Zutaten und die Zubereitung

200g Weizenmehl, nach Möglichkeit Typ 550 oder spezielles Pizzamehl
2 Esslöffel natives oder extra natives Olivenöl
130 ml Wasser
eine Prise Salz und nach Belieben auch mehr

 

Das Mehl in eine Rührschüssel sieben, damit es keine Klümpchen enthält und sich der Teig gut ausrollen lässt. Salz nach Belieben darunter mischen. Das Olivenöl und das Wasser nach und nach mit dem Rührlöffel oder dem Knethaken unter das Mehl mischen. Langes Rühren macht den Teig luftig und geschmeidig. Er ist gelungen, wenn seine Konsistenz glatte ist und er sich vom Schüsselrand löst. Falls der Teig zu feucht geworden ist, kann etwas Mehl ihn trocknen.

 

Den Teig zum Ausrollen auf eine bemehlte Arbeitsfläche oder auf das vorbereitete Backpapier legen. Das Rollholz ebenfalls bemehlen und den Teig von innen nach außen ausrollen. Es soll ein gleichmäßiger, geschlossener und dünner Pizzaboden entstehen. Beim Ausrollen immer wieder etwas Mehl auf die Teigfläche oder auf das Rollholz streuen, damit der Teig nicht anklebt oder reißt.

 

Den Boden mit einer Grundlage aus gewürzter Pizzasoße, Crème fraîche oder Sauerrahm dünn bestreichen. Anschließend mit den ausgewählten Zutaten belegen. Den Ofen auf eine Temperatur von 180° Celsius vorheizen und das Blech auf die mittlere Schiene des Ofens schieben. Die Pizza 20 Minuten goldbraun backen.

 

Pizzateig mit Hefepizzateig-ohne-hefe

 

Der klassische italienische Pizzateig wird mit Hefe zubereitet. Hefe ist ein Pilz und vermehrt sich unter bestimmten Bedingungen. Er macht den Teig locker und gleichzeitig stabil. Die Herstellung verlangt etwas Zeit, da die Hefe erst gehen muss. Vor allem frische Hefe benötigt mehre Schritte für die Zubereitung eines Teiges als Trockenhefe. Schmeckt aber auch deutlich besser.

 

Die Zutaten und die Zubereitung

250g Weizenmehl, nach Möglichkeit Typ 550 oder spezielles Pizzamehl
½ Würfel Hefe
1 Teelöffel Salz
Nach Belieben ½ Teelöffel Zucker
3 Esslöffel natives oder extra natives Olivenöl
125 ml handwarmes Wasser

 

Zuerst den Vorteig für den Pizzaboden herstellen. Dazu das Wasser handwarm erwärmen, die Hefe in kleine Stücke zerlegt und den Zucker hinzugeben. Die Mischung glatt rühren, bis sich die Hefe und der Zucker aufgelöst haben. Der Zucker dient als Futter für den Hefepilz und fördert den Gärvorgang. Konnten sich die Zutaten gut im Wasser auflösen, verbindet sie sich besser mit dem Mehl.

 

Das Mehl in eine Schüssel geben und das Salz darunter mischen. In die Mitte eine Mulde formen und das Hefe- Zucker- Wasser- Gemisch hineingeben. Etwas Mehl vom Rand auf die Mischung geben und alles zusammen verrühren. Hefe benötigt Dunkelheit und Wärme zum Arbeiten. Die Schüssel zudecken an einem warmen Ort, an der Heizung oder in der Sonne, für circa 30 Minuten platzieren.

 

Der Vorteig ist gelungen, wenn die Hefe gegangen ist und sich der Teig deutlich vergrößert hat. Salz und Olivenöl zum Teig geben und alles zusammen mit dem Rührlöffel oder dem Knethaken verrühren. Anschließend den Teig mit der Hand weiter kneten, bis er geschmeidig und glatt ist. Die Wärme der Hände und das sorgsame Kneten unterstützt die Hefe beim Gären. Erscheint der Pizzateig zu fest, kann etwas lauwarmes Wasser in weicher machen. Erscheint er dagegen zu weich und zu nass, kann etwas Mehl ihn festigen und trocknen.

 

Den Teig abdecken und circa 60 bis 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat. Anschließend ein letztes Mal gut durchkneten und zu einer Kugel formen. Die Kugel direkt auf einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech mit dem Teigholz gleichmäßig ausrollen. Den Belag nach Wahl auf den Boden verteilen. Die Temperatur vom Ofen auf 250° Celsius erhitzen. Stellt man das Blech auf den Herd, bekommt die Hefe noch etwas Wärme vom Backofen ab.

Die Pizza auf die mittlere Schiene in den Backofen schieben. Die Garzeit beträgt 15 bis 20 Minuten.

 

Pizzateig ohne Hefepizzateig-einfach

 

Wer Hefe nicht verträgt oder ihren Geschmack einfach nicht mag, braucht auf eine delikate Pizza nicht verzichten. Die Hefe ist ebenso, wie das Backpulver sind Treibmittel. Ihre Funktion besteht nur darin, den Teig aufgehen zu lassen. Dieser erhält dadurch eine lockere und luftige Konsistenz und lässt sich wunderbar ausrollen und köstlich belegen.

 

Bei diesem Rezept ersetzt das Backpulver die Hefe. Die Herstellung des Pizzateigs benötigt deutlich weniger Zeitaufwand, der Boden kann bald belegt werden und enthält kein Hefearoma. Wichtig ist, dass das Backpulver frisch ist und seine Treibwirkung nicht verloren hat. Außerdem muss es sorgfältig mit dem Mehl und der Flüssigkeit verrührt werden.

 

Die Zutaten und die Zubereitung

400g Weizenmehl, nach Möglichkeit Typ 550 oder spezielles Pizzamehl
1 Priese Salz und je nach Geschmack auch mehr
220 ml Milch
2 Esslöffel Olivenöl
Ein Päckchen Backpulver

 

Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit dem Salz sorgfältig vermischen. Mit einem Rührlöffel oder dem Knethaken abwechselnd die Milch und das Olivenöl unter das Mehl mischen. Anschließend das Backpulver hineinstreuen und den Teig einige Minuten gut durchkneten. Sollte der Teig zu weich seine, kann noch etwas Mehl dazugeben werden. Das ausgiebige Kneten garantiert, dass sich alle Zutaten miteinander vermischen, das Backpulver ausreichend Flüssigkeit erhält und sofort zu reagieren beginnt. Außerdem backt der Teig später besser und wird schön locker.

 

Am Ende der Bearbeitung den Teig zu einer geschlossenen Kugel formen und in die Mitte von einem gefetteten oder mit Backpapier ausgelegten Backblech legen. Den Teig von der Mitte aus mit einem bemehlten Teigholz gleichmäßig dick ausrollen. Nach Belieben entsteht ein dickerer Rand. Wer möchte, kann aus dem Teig auch zwei kleine Pizzen ausrollen und diese beispielsweise mit unterschiedlichen Zutaten belegen.

Die Temperatur vom Backofen auf 230° Celsius einstellen. Das Blech mit der Pizza auf die mittlere Schiene stellen. Die Pizza circa 15 Minuten knusprig backen.

 

Übrigens: Der Pizzateig lässt sich schon am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahrt. Am nächsten Tag wird der Teig nach Belieben belegt und in den heißen Ofen geschoben.